Waffenkampfkunst

Unsere Waffenkampfkunst beinhaltet den Umgang mit sämtlichen Hieb- und Stichwaffen.

Die "Waffen" dienen hierbei nur als Mittel zum Zweck und können auf alle handlichen Alltagsgegenstände (Handy, Handtasche, Regenschirm, Kugelschreiber etc.) übertragen werden.

Der Trainingsgegenstand (anfangs ein Stock, ca. 65 cm lang) dient als Verlängerung des eigenen Armes. Die taktischen Verhaltensweisen können im Ernstfall auch ohne Gegenstände ausgeführt werden.

Der Fokus liegt, wie auch in der (waffenlosen) Kampfkunst, auf den gesundheitlichen Aspekten. Es geht hierbei um Koordination, Konzentration, Distanzgefühl und Kräftigung. Jedes Trainingsgerät fordert auf unterschiedliche Art und Weise den Übenden. Deshalb wird mit unterschiedlichen Trainingsgeräten (Stock, zwei Stöcke, Tonfa, Schwert, Palmstick, Langstock, Messer und Alltagsgegenständen) trainiert. Alle Übungen werden auch mit der "schwächeren" Hand geübt.

Erst durch die Waffenkampfkunst wird der Kreis der Kampfkunst geschlossen. Die Erfahrung zeigt, dass Schüler/Innen die Beides (Kampfkunst und Waffenkampfkunst)  trainieren, in dem jeweiligen System ein besseres Verständnis und eine leichtere Umsetzung erreichen.

"Die beste Waffe ist die, die nie gebraucht wird."

Persönliche Anmerkung: Das Gefühl für Gegenstände, die man in der Hand hält, wird viel bewusster. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass mir, seit dem Waffenkampfkunsttraining, viel seltener ein Gegenstand im Alltag aus der Hand gleitet. Als leidenschaftlicher "Koch" bemerkte ich auch, dass ich mich bei der Zubereitung mit einem Messer kaum noch schneide. Das Gefühl für etwas "Fremdes" in meiner Hand/ Händen hat deutlich zugenommen. Als Rechtshänder benutze ich auch immer öfter meine linke Hand, ohne darüber nachzudenken. Vieles was ich früher nur mit rechts verrichtet habe, schaffe ich nun mit "links".